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Ein Mini-Lexikon für Fachbegriffe



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AIRBRUSH
Das wichtigste Hilfsmittel zum Veredeln eines Modells mit sogenannten "Airbrush-Motiven" ist die "Airbrush-Pistole".
(früher auch "Aerograph" genannt)
Es ist eine kleine einfache aufgebaute Spritzpistole die ein sehr feines Auftragen von Farbe ermöglicht.
(Düsenöffnung 0,2 bis 0,3 mm)
Den zum Versprühen der Farbe nötigen Arbeitsdruck erzeugt eine Druckluftdose oder ein kleiner Kompressor.
Durch Variationen der Farbdichte und der Sprühdauer lassen sich die unterschiedlichsten Effekte erzielen.

DECALS
ist die englische Bezeichnung für Abziehbilder.
Es gibt sie entweder als selbstklebende Folien, oder als Naßabziehbilder die vor dem Aufbringen auf das Modell in Wasser eingelegt werden um sie von der Trägerfolie zu trennen. Bei Fertigmodellen werden meist Trockenklebefolien (Aufkleber) verwendet

DIE-CAST
ist der Sammelbegriff für alle Modelle aus Zink-Druckguß.
Die Legierung besteht üblicherweise aus etwa 99% Zink, und 1% Aluminium.
Diese Legierung wird auch "Zamac" genannt.

CODE 1, 2, 3
ist ein Codierungssystem das vor allem für Matchbox-Modelle verwendet wird.
- Code 1 Dieses Produkt wurde so vom Originalhersteller produziert.
- Code 2 Dieses Produkt wurde mit Autorisierung des Originalherstellers verändert. ( z.B. Werbemodelle )
- Code 3 Dieses Produkt wurde ohne Genehmigung abgeändert. ( z.B. Privatmodelle )
Dieses System ließe sich auch gut auf Bburago-Modelle übertragen, und ein Privatmodell wäre dann eben ein "Code 3 Modell",
ohne gleich in die Nähe von "Fälschungen" zu geraten.

FÄLSCHUNGEN
Modellautos werden meist dadurch gefälscht daß ein billiges Standardmodell durch Neulackierung oder Veränderungen (Aufkleber) in ein gesuchtes teueres Stück verwandelt wird, das so nicht mehr gebaut wird, oder so nie gebaut wurde.

Aber nicht jedes veränderte Modell ist deshalb gleich eine Fälschung.
Zur Fälschung wird es erst wenn es jemandem als "Original" präsentiert wird.

Speziell BBurago-Modelle werden gern durch nachträgliches Verchromen gefälscht, da auch von BBurago selbst diverse Chrom-Modelle in kleinen Auflagen angeboten wurden.
Auch der 1998 angebotene und auf 600 Stück limitierte vergoldete "Karstadt-Käfer" tauchte schon als "Eigenvergoldungen" auf.

Fälschungen werden (vornehmlich in asiatischen Ländern) auch industriell hergestellt. Man nennt sie dann verharmlosend "Kopien".

BBurago Kopie Ein Beispiel sind die 1:18 Formel 1 Modelle der Firma "Champion", die nichts anderes sind als vergrößerte Kopien von BBurago-Modellen der Serie Grand Prix in 1:24.
Sie werden zwar offiziell in eigenen roten Kartons mit abgeänderten Aufklebern angeboten, sind aber auch schon in "BBurago-Originalkartons" mit den "Originalaufklebern" aufgetaucht und haben dadurch den Sammlermarkt verwirrt.
( Das links abgebildete Modell ist eine solche 1:18 Kopie. )

In der Baugröße 1:43 werden sogar Bburago-Billigmodelle kopiert.
Die Firma YatMing bietet auf ihrer Homepage eine Billigserie in 1:43 an.
Aus dieser Serie besitze ich den Mercedes Benz 190 E.
Er ist (mit Ausnahme der Felgen, dem verchromten Kühlergrill und den veränderten Aufklebern) technisch völlig identisch mit den Bburago-Originalen.

( Das angesprochene Fahrzeug hat die Startnummer 25 und befindet sich im Bild vorne rechts. )

MB 190
Ich habe allerdings hier in Deutschland noch nie solche kopierten Modell angetroffen.
Das Formel 1 Foto wurde mir von einem Sammler mit der Bitte die Echtheit zu überprüfen zugeschickt,
und den Mercedes Benz 190 E erstand ich gebraucht auf einer Börse.

Kaufen Sie daher teuere Stücke nur bei vertrauenswürdigen Adressen. Am besten nur Ware im Originalkarton.
Denn nur wenn das Modell mit dem Aussehen der für diese Produktionszeit verwendeten Verpackung "zusammenpaßt", können Sie einigermaßen sicher sein keine Fälschung vor sich zu haben.

Vergessen Sie eines nie: Der Wert von Fälschungen ist Null !

FOTOÄTZTEILE
sind filigrane Kleinteile für aus Metall. (z.B. Scheibenwischer, Kühlergrill's oder Zierleisten)
Die Teile werden erst in vergrößertem Maßstab gezeichnet, die Vorlage wird verkleinert und fotografisch auf eine 0,15 bis 0,3 mm dünne Blechplatte übertragen.
Nach der Belichtung kommt das Blech in ein Ätzbad, wodurch sich das Metall auflöst und nur die ursprünglich gezeichneten Teile erhalten bleiben.

KLEINSERIENMODELLE
werden wie der Name schon sagt nur in kleinen Serien und meist in Handarbeit hergestellt.
Sie werden ausschließlich für den gehobenen Sammlermarkt gefertigt, und das verwendete Material ist normalerweise Resine oder Weißmetall.
Obwohl sich die Qualität der Die-Cast Modelle im Laufe der Jahre stetig verbesserte, gibt es auf dem Markt keine industriell gefertigte Ware die auch nur annähernd die Detailtreue von Kleinserienmodellen erreichen könnte.
Denn hier wird nur auf die Qualität und nicht auf eine rationelle Fertigung geachtet, und auch der Preis spielt nur eine Nebenrolle.
Daher ist jedes Modell ein liebevoll zusammengesetztes Einzelstück.

LIMITED EDITION
Darunter war ursprünglich ein Modell zu verstehen dessen Formen nach der Produktion der vorgesehenen Stückzahl vernichtet wurden.
Aufgrund der enormen Herstellungskosten für Formen werden "echte" Limited Edition Modelle im Die-Cast Bereich aber nicht angeboten.
Heutzutage versteht man unter Limited Edition eher eine limitierte Sonderauflage eines Modells mit speziellen Ausststattungsvarianten die so in der Serie nicht vorkommen (Limitierte Sondermodelle)
Die Angaben "limitiert", oder gar "streng limitiert" für sich alleine sind Marketing-Geschwafel und besitzen keinerlei Aussagekraft solange nicht die genaue Auflagenzahl genannt wird.

OLDER DIE-CAST
Unter diesem Sammelbegriff versteht man Modellautos (vor allem 1:43) der alten traditionsreichen Firmen wie Corgi, Dinky, Matchbox, Solido, Mebetoys, Mercury, Gama, Schuco,
die bis in die 60er Jahre tätig waren.
NEWER DIE-CAST
Darunter sind neuere Modellautos zu verstehen von Firmen die bis in die heutige Zeit überlebt haben, beziehungsweise Firmen die erst ab den 80er Jahren entstanden sind.
Vitesse, Bang, Rio, Brumm, Schabak, Minichamps.

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PROMOTIONALS
werden von meist amerikanischen Automobilfirmen in Auftrag gegeben.
Sie werden zumeist bei der Einführung von neuen Modellen verteilt. Es handelt sich dabei um Plastikmodelle in ca. 1:25.
Diese Modelle werden von Sammlern hoch bezahlt da sie nicht im Handel erhältlich sind.
Die ersten "Promotionals" wurden bereits in den 30er Jahren von der französischen Automobilfirma Citroén ( Jouets Citroén) hergestellt,
um den Nachwuchs ihrer Kunden dazu zu animieren, später als Erwachsene die "richtige" Marke zu wählen.
Siehe auch: Werbemodelle.

RESINE
ist ein Zweikomponenten-Kunstharz.
Es wird zur Produktion von Kleinserienmodellen benutzt.
Die Formen zum Guß der Resine-Modelle sind zwar wesentlich einfacher und preiswerter herzustellen als die für Metallmodelle, sie sind allerdings für größere Serien nicht haltbar genug.



SONDERMODELLE
Ein Sondermodell weist gegenüber dem Serienmodell farbliche ausstattungsmäßige oder verpackungsmäßige Veränderungen auf.
Es muß als Neuware nicht gezwungenermaßen teurer sein als ein Serienmodell.
BBurago schrieb 1994 in einem Inserat: (siehe Bild) Echte BBurago Sondermodelle erkennt man am niedrigen Preis!

Es wird wird ja auch im Regelfall hauptsächlich dazu geschaffen, um Zusatzumsätze über die Menge zu realisieren.
(Und nicht um 50 bis 100 Sammler glücklich zu machen, dafür aber 2000 bis 3000 andere, die nichts abbekommen haben, zu verärgern.)

Wirklich teuer wird ein Sondermodell erst nachdem es Spekulanten in die Hände gefallen ist.

Gerne werden Sondermodelle auch dazu benutzt um Kunden in bestimmte Läden zu locken oder eine bestimmte Zeitung oder Illustrierte abonnieren. (Sonderfarben, z.B. für idee+spiel, Vedes, Karstadt oder spezielle Felgen z.B. für Neuabonnenten von Modell Fahrzeug)

Viele Privatleute oder auch Firmen kaufen Bburago Modelle und bauen sie um, oder lackieren sie neu. (z.B. Airbrush-Motive)
Solche Modelle werden zwar zum Teil auch in Bburago-Sammlerlistenisten aufgeführt, dann aber unter dem Hinweis:
Privat, oder z.B. Mini-Miniera, Braccio & Götz u.s.w. .

Ein echtes Sondermodell ist aber nur ein Modell das vom Originalhersteller selbst, oder in dessen offiziellem Auftrag hergestellt wurde.

Die Firma XYZ kann also nie ein "Bburago-Sondermodell" herstellen.
Dieses Fahrzeug wäre folgerichtig ein "XYZ-Modell auf Bburago-Basis".

Unter Vorspiegelung falscher Tatsachen als Original angeboten nennt man es Fälschung !

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SPEKULANTEN
sind schlitzohrige Geschäftemacher, die normalpreisige Ware in größtmöglicher Stückzahl aufkaufen, nur um sie nach einiger Zeit zu überhöhten Preisen wieder anzubieten.

1988, kurz nach Erscheinen des BBurago Ferrari F 40, als dieses "Dreißig-Mark-Modell" noch nicht in ausreichender Stückzahl lieferbar war, wurden bis zu DM 1000.- dafür verlangt. (Hoffentlich hat das niemand wirklich bezahlt)
Bei einer Modellautobörse in einem Porsche Autohaus wurde vom Autohändler ein soeben neu erschienenes Bburago-Sondermodell (lackiert in Porsche-Originalfarben) angeboten.
Eilig kauften einige Schlauberger unter den anwesenden Händlern die wenigen Fahrzeuge auf, um sie sofort und mit einem deftigen Aufpreis versehen auf ihren eigenen Tischen wieder anzubieten.
1998 wurden für den vergoldeten BBurago-Käfer von Karstadt (Auflage 600 Stck. DM 99,95) DM 600.- gefordert.
Ob sich diese Schlaumeier bei der Preisfindung an der Auflagenhöhe orientiert haben?
Oder wie sonst kommt wohl gerade dieser Preis zustande?

Diese Beispiele zeigen daß einige Leute jeden Sinn für Realität verloren haben.
Auch wenn ein solches Stück Ihre Sammlung komplettieren würde, solche überhöhten Preise sollten Sie ablehnen.

TAMPON PRINT
Der "Tampon", (Ein Stempel aus Silikon, der eine absolut glatte Oberfläche hat)
nimmt von einer glatten Metallplatte, in die das Motiv durch Fotoätzung als Punktraster eingeätzt worden ist, das zu druckende Motiv auf.
Anschließend wird der Stempel durch einen Mechanismus auf das Modell gedrückt und so das Motiv übertragen.
Dabei wird für jede Farbe eine eigene Druckplatte benötigt.
Deshalb gibt es für den Mehrfarbdruck auch Maschinen mit mehreren Platten und Stempeln, die die einzelnen Farben nacheinander aufdrucken.

TIN PLATE
ist nichts anderes als die englische Bezeichnung für "Weißblech", aus dem früher das Blechspielzeug gefertigt wurde.
Tin-Plate wird im Enlischen auch als Gattungsbegriff für Blechspielzeug verwendet.

WEISSMETALL
ist eine Legierung aus Zinn, Blei und Antomin und wird bei der handwerklichen Herstellung von Modellautos in Kleinserien verwendet.
Die Modelle sind dadurch wesentlich schwerer als maschinell gefertigte Großserienmodelle.

WERBEMODELLE (Industriemodelle)
nennt man Modelle die für einen speziellen Auftraggeber hergestellt wurden und in der Regel nicht im Fachhandel erhältlich sind.
Häufig werden diese Modelle dann vom Käufer als Werbeträger eingesetzt, beziehungsweise als Werbegeschenk abgegeben.
Auch Bburago Produkte dienen häufig als Basis für Werbemodelle verschiedener Firmen.
Entweder mit Werbeaufklebern versehen, (Jet-Tankstellen) mit speziellen Farben eines Lackherstellers lackiert (Humbrol, Glasurit) und zum Teil in einer Sonderverpackung ausgeliefert (Philips).
Ein weiteres typisches Beispiel für Werbemodelle sind die amerikanischen Promotionals . (Plastikmodelle im Maßstab 1:25)
Beliebt sind auch speziell bedruckte Modelle von Last- und Lieferwagen, mit denen einige Firmen für sich werben.

ZINKPEST
Frühere Die-Cast Modelle bekamen durch Korrosion Risse, oder Teile platzten ab. Manche zerfielen sogar völlig.
Der Grund war die damals schwankende Qualität der Legierungen.
Bei neueren Modellen (nach etwa 1970) sind solche Schäden nicht mehr zu erwarten.

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  Updated : 30. Oktober 1999